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17.02.10 00:00Stört Schnarchen nur den Partner?

 

Schlafendes Paar, er schnarcht, sie hält sich die Ohren zu.

Schlafendes Paar

Der Mensch braucht seinen Schlaf. Langandauernder Schlafentzug führt zu schweren Störungen, da wichtige Gehirnfunktionen außer Kraft gesetzt oder gestört werden. Infolgedessen können sich Persönlichkeitsstörungen entwickeln, lang anhaltender, massiver Schlafentzug kann sogar zum Tod führen. Aber auch, wenn man schläft, kann es sein, dass der Schlaf nicht erholsam ist. Im Schlaf durchlaufen wir verschiedene Schlafstadien, es wechseln sich Tiefschlafphasen, Traumphasen usw. ab. Wenn diese Schlafzyklen unterbrochen werden, wacht man müde auf, obwohl man "zwölf Stunden am Stück wie ein Stein geschlafen" hat.

Wie kann es zu Störungen des Schlafes kommen?

Auch im Schlaf atmen wir natürlich weiter, wir brauchen auch im Schlaf Sauerstoff. Es kann nun zu Störungen der Atmung, zu Atemaussetzern kommen. Am einfachsten stellt man sich vor, dass die Zunge nach hinten fällt und die Atemwege blockiert. Das passiert natürlich dann, wenn man tief schläft und die Muskulatur (auch die der Zunge und des Schlundes) schlaff ist. Es kommt dann keine Luft mehr durch die Atemwege. Allmählich fällt dann der Sauerstoffgehalt im Blut ab und das Gehirn bemerkt das. Sauerstoffmangel bedeutet Stress für den Körper. Das Gehirn weckt nun den Schläfer, aber nicht so, dass er bewusst wach wird, er kommt nur in ein weniger tiefes Schlafstadium. Die Muskulatur (Schlund und Zunge!) spannt sich an, die Atemwege werden frei und mit einem lauten Schnarchgeräusch atmet man tief ein. Der Sauerstoffgehalt steigt daraufhin an, man versucht, wieder tief zu schlafen und das ganze Spiel beginnt von vorn. Das hat zur Folge, dass der Schlaf ständig unterbrochen wird und man nicht mehr die für die Gesundheit notwendigen Schlafzyklen durchläuft. Wenn der Schlaf stark gestört ist, ist man ständig müde. Aber auch geringere Störungen können der Gesundheit schaden, das Risiko für zu hohen Blutdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall ist erhöht. Außerdem können chronische Tagesmüdigkeit, morgendliche Kopfschmerzen, verminderte Leistungsfähigkeit, Aggressivität, Depressionen und Impotenz auftreten.

Was kann man bei solchen Störungen machen?

Zunächst muss festgestellt werden, ob Atemregulationsstörungen im Schlaf auftreten. Dazu gibt Ihnen Ihr Pneumologe (Lungenarzt) ein Gerät mit nach Hause, mit dem der Schlaf überwacht wird. Das funktioniert für Sie wie ein Langzeit-EKG, das heißt, Sie werden in der Praxis ?verkabelt?, nehmen das Gerät mit nach Hause und schlafen im eigenen Bett. Am nächsten Morgen bringen Sie das Gerät wieder in die Praxis und die Daten, die das Gerät aufgezeichnet hat, können sofort auswertet werden. Stellt man Atemaussetzer fest, ist der nächste Schritt die Untersuchung im Schlaflabor, wo geprüft wird, ob die Anwendung einer Schnarchmaske (CPAP-Therapie) erforderlich ist.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite unter "Schlafapnoe".

 

 


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