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07.03.10 12:40Beginn der Pollenflugzeit
Bei Apfel- und Birnbäumen schwankt der Ertrag in zweijährigem Rhythmus; auf ein Jahr mit gutem folgt eines mit weniger gutem Ertrag. Dies bezeichnet man als ´Alternans´. Ursache sind Pflanzenhormone (Phytohormone), die von den Samen vieler Bäume gebildet werden. Diese Hormone vermindern die Blütenknospenbildung für das folgende Jahr.
Das gleiche Phänomen tritt bei Bäumen auf, gegen deren Pollen viele Menschen allergisch reagieren. Hierzu zählen zum Beispiel Haselsträucher, Erle und auch Birken. So geht die «Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst» aus Berlin in diesem Jahr von einem außergewöhnlich starken Pollenflug aus. Über viele Jahre habe sich gezeigt, dass der Baumpollenflug in Jahren mit gerader Zahl erheblich stärker sei als in Jahren mit ungerader Zahl.
"2010 wird mit großer Wahrscheinlichkeit ein Jahr mit hohen Baumpollenkonzentrationen in der Außenluft sein", so Horst Müsken, Allergologe aus Bad Lippspringe und Vorstandsmitglied der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst.
Symptome der Allergie sind Nießreiz und Fließschnupfen, Augenjucken, -brennen und -tränen, und auch Asthmabeschwerden.
Es sollten rechtzeitig Medikamente eingesetzt werden, die gegen die Allergie (Antihistaminika) und gegen die Entzündung wirken (vor allem lokal anwendbares Kortison). Gegen Asthmabeschwerden wirken spezielle Bronchien erweiternde Asthma-Sprays.
Häufig leiden Baumpollenallergiker zusätzlich an Kreuzallergien gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln. Diese äußern sich meist durch Missempfindungen im Mund und Rachen. Auch hier helfen Antihistaminika, sollte man versehentlich allergisch wirkende Nahrungsmittel zu sich genommen haben.
Pollenallergiker sollten sich mit ihren Beschwerden unbedingt an einen allergologisch versierten Arzt wenden, um die Erkrankung sicher zu diagnostizieren und effektiv zu behandeln.
"Allergiker sollten ihre Beschwerden nicht auf die leichte Schulter nehmen. Unbehandelt kann sich auch ein relativ erträglicher Heuschnupfen zu chronischem Asthma entwickeln", warnt Horst Müsken.




